Dienstag, 6. Juli 2010

Alles hat seine Zeit

Für mich gibt es nur das Heute. Ich bin froh jetzt zu leben. Mir genügt in diesem Moment der eine Tag, den ich gerade lebe. An diesem Tag versuche ich so zu leben, dass ich am Abend zufrieden bin und alles Belastende wieder loslassen kann. Das wird dadurch möglich, dass ich ganz auf mich höre und spüre, welcher Aspekte meiner vielseitigen Persönlichkeit jetzt was erlebt. Das Licht des Tages und der Nacht bestimmen Stimmungen und Lebensfreude. So erlebe ich meine Gefühle, meine Gedanken und mein Handeln als ebenso rhythmisch wie es die Tageszeiten sind.

Der frühe Morgen ist für mich die allerschönste Tageszeit. Am frühen Morgen ist es so schön still. Es ist die Zeit mit den wenigsten Gedankenwellen. Ich stehe gerne sehr früh auf, nur um diese Stille zu genießen. Am frühen Morgen bin ich mir näher, als an jedem anderen Zeitpunkt des Tages. Kein Wunder, dass empfohlen wird früh am Morgen zu meditieren. Am Morgen wird immer alles wieder gut. Ich bin froh und manchmal auch erleichtert aufzuwachen und mich wieder begrüßen zu können.

Der Moment des Erwachens ist wie ein Versprechen, der tröstlich den ganzen Tag in sich enthält. Deshalb genieße ich den Morgen immer derart, dass ich alles wesentliche tue, um mich selbst zufrieden zu stellen. Erst dann beginne ich mit den Außenaktivitäten. Ich habe mit mir die Erfahrung gemacht, dass ich im Tagesablauf keine wirkliche Zeit mehr für mich selbst finde. Das ist für mich mittlerweile auch völlig in Ordnung so, wenn der Morgen schon so befriedigend war. Dann gehe ich leicht in einen mit Terminen und Aufgaben vollgepackten Tag, den ich mit allen Sinnen leben will.

Erst am Abend, wenn sich die Lebenskräfte durch die vielen Tätigkeiten erschöpft haben, entsteht wieder ein Raum für die Innenreflektion. Dieser Raum ist aber nicht still. Abendmeditationen sind angefüllt mit Unruhe, Erschöpfung und dem Verarbeiten des Erlebten. Es braucht unterschiedlich viel Zeit sich wieder zu regenerieren. Erst danach wird es möglich erholsam zu schlafen und dann hoffentlich erfrischt aufzuwachen.

Egal, was man am Tage gemacht hat, wie man gehandelt hat, ob man Fehler gemacht hat, falsche oder richtige Entscheidungen getroffen hat, ob man böse war oder verständnisvoll. Wenn wir am Morgen aufwachen, beginnt ein neuer Tag und wir bekommen eine neue Chance. Fehler können heute korrigiert werden. Entscheidungen können heute geändert werden. Heute kann man sich durchsetzen. Heute kann man verzeihen. Heute kann man weggehen oder stehenbleiben. Egal, um was es geht. Wir können jetzt beginnen anders zu handeln, neu zu denken oder genussvoller zu fühlen.

Wirklich alles hat seine Zeit, wenn man bewusst lebt.

Hari AUM
Kumud

Sonntag, 27. Juni 2010

Glück ist ein Geschenk,

das man sich verdienen kann.
Ich glaube, dass wir Menschen mit einem unterschiedlich großen Glückspotential geboren werden. Manche Menschen bringen die Fähigkeit, sich an den Dingen und Ereignissen zu erfreuen, einfach mit. Ihnen gelingt fast alles, sie sind umgeben von vielen Freunden, Angebote fliegen ihnen fast schon zu und Probleme lachen sie einfach weg. Es sieht aus, als würden diese Menschen mit einem Glückssegel dahin gleiten.

Glück ist ein Geschenk, das man einladen muss.


Ich glaube, dass wir uns für das Erleben von Glück fähig machen können. Wer nicht von vornherein so viel Glück hat und sich insgeheim danach sehnt, muss lernen das Glück regelrecht einzuladen und es zu erwarten. Dafür muss man sich Zeit nehmen. Glück kann man auf die gleiche Weise einladen, wie man einen lang ersehnten Gast erwartet. Man räumt auf, bereitet alles für das Wohlbefinden des Gastes vor, macht sich selbst hübsch und freut sich auf den Besuch. Allein schon diese erwartungsvolle Vorfreude schafft glückliche Momente. Meditation ist eine solche Vorbereitung und Einladung an das Glück.


Glück erhält sich durch Anerkennung.


Ich erlebe ständig unerwartete, glückliche Momente. Mit Hilfe meiner handwerklichen und verstandesmäßigen Fähigkeiten organisiere und koordiniere ich meinen Alltag bestmöglich. Und doch sind es die glücklichen Momente, die jegliches Handeln erfolgreich machen und mich emotional bereichern. Die verstandesmäßigen Tätigkeiten engen oft das eigene Lebensfeld ein und können zu Ärgernissen führen. Da ist es sehr hilfreich, wenn dann plötzlich der Parkplatz vor der Tür frei ist, oder sich ein Termin verschiebt, weil man selbst noch nicht vorbereitet ist, oder ein lang ersehnter Anruf von jemanden kommt, von dem man die Nummer verloren hatte. Der Tag ist voller kleiner und großer glücklicher Momente, die unseren Dank verdient haben.


Es ist ein Glück, wenn Handeln und Denken effektiv zusammen wirken, und man das bewusst emotional erleben kann. Glück ist eine feinmolekulare, fließende Energie, für die man sich erst sensibilisieren muss. Dies geschieht, wenn wir uns der vielen geschenkten Glücksmomente bewusst werden und uns dafür bedanken.

So wie es schön ist, ein Geschenk von Herzen zu bekommen, ist es auch schön sich dafür von Herzen zu bedanken.


Hari AUM


Kumud

Sonntag, 13. Juni 2010

Hand aufs Herz

Eine Hand aufs Herz kann Leben retten, z.B. mit einer Herzmassage. Mit der Hand aufs Herz legt man einen Eid ab und schwört, dass man die Wahrheit sagt. Untereinander fordern wir: „Komm, Hand aufs Herz, sag die Wahrheit. Meinst du das ehrlich?“. Mit einer Hand auf dem Herzen fordern wir „Komm, vertrau‘ mir“. Der indische Gruß Namaste, der begleitet wird mit der Geste Handflächen aneinander gelegt, wird im Alltag vereinfacht mit einer Hand aufs Herz.

Hand und Herz gehen miteinander.

Gefühle und Absichten, die von Herzen kommen, haben die größte schöpferische Kraft. Wünsche, Sehnsüchte und Visionen, die im Herzen entstehen, werden mit Händen zum Leben erschaffen. Dabei hilft der Verstand. Marc Aurel sagte einmal: „Im Laufe der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an.“ In uns wohnen kleine Monster, die wir besiegen müssen. Diese egozentrischen Monster Eifersucht, Neid, Arroganz, Ärger, Angst und Hass verleiten uns dazu nicht ehrlich zu sein. Offenheit, Ehrlichkeit, Herzlichkeit und Mut vertreiben diese Monster. Wenn wir uns darin üben, dass unsere Gedanken auf unser Herz hören und nicht umgekehrt, wenn wir unserem Herzen genügend Raum in unserem Leben geben, dann sind wir auf einem glücklichen und erfolgreichen Weg.

Atmen Sie ruhig und tief. Legen Sie eine Hand auf Ihr Herz. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Mittelpunkt Ihres Brustkorbs. Bitten Sie Ihr Herz zu Ihnen zu sprechen.

Die Hand auf dem Herzen wirkt wohltuend auf alle Ebenen und fördert die Selbstheilung. So können Liebe und Vertrauen entstehen.
„Sobald Du Dir vertraust, sobald weißt Du zu leben.“ Johann Wolfgang von Goethe

Es gibt eine wunderbare Meditationstechnik zur Stärkung des Grundvertrauens in uns.
Setzen Sie sich bequem an einen für Sie schönen Platz irgendwo in der Natur, auf eine Wiese oder eine Bank. Richten Sie den Blick auf einen Punkt vor sich. Halten Sie diesen Blickpunkt mit den Augen konstant. Atmen Sie ruhig und gleichmäßig tief. Erweitern Sie Ihren Bewusstseinsraum und machen Sie Ihren Blickraum weit. Sehen Sie alles: alles vor dem Blickpunkt bis zu Ihrem Körper, alles links und rechts von Ihnen und alles über den Blickpunkt hinaus. Sehen Sie alles gleichzeitig. Vielleicht können Sie sogar die Augenränder wahrnehmen, durch die Sie schauen wie durch ein Fenster mit Fensterrahmen. Bleiben Sie solange in dieser Haltung, wie Sie sich wohl fühlen und genießen Sie sich in der Natur.

Hari AUM, Kumud
Mein Name bedeutet Nachtlotos: Ich strecke mich immer dem Licht entgegen. Auch in schwierigsten Situationen orientiere ich mich an Lösungen. Finden, nicht suchen ist meine Devise.

Samstag, 5. Juni 2010

Der ganz normale Wahnsinn

Immer häufiger stellt sich die Frage: „Kann man das noch verstehen?“ Ganz normale Alltagssituationen erscheinen einem als äußerst skurrile. Begegnungen mit Menschen werden als aberwitzig erlebt. Und so manches Mal glaubt man sich zurück versetzt in eine archaische Zeit, weit vor der Entwicklung von bewussten menschlichen Verhaltensweisen.

Jeder Mensch braucht einen ‚Raum‘ um sich herum, der um einiges größer sein muss, als der bloße Körper beansprucht. Dieser Lebensraum wird sehr unterschiedlich erlebt. Innerhalb dieses Raumes leben wir Gefühle aus und handeln wir. Je unzufriedener ein Mensch ist, je größer sein Verlangen, desto mehr beansprucht dieser Mensch an Raum und verteidigt ihn entsprechend rigide. Je zufriedener und wohler sich ein Mensch fühlt, desto beweglicher ist er im Anspruch dieses Raumes. Die Begegnung von Menschen beginnt immer peripher und ist auch immer eine Begegnung von diesen Räumen.

Miteinander oder Gegeneinander?

Für mich ist das besonders spürbar, wenn ich z.B. über die Zeil laufe, eine Einkaufsmeile in Frankfurt a.M. Schon nach dem kurzen Stück zwischen Konstablerwache und Hauptwache fühlt sich mein eigener Raum völlig zerbeult an. Der Bummel wird regelrecht zu einer Auto-Skooter-Fahrt. Die ‚Räume‘ der Menschen stoßen aneinander und hinterlassen energetische und gefühlsmäßige Beulen wie bei einem Unfall.
Das habe ich bei meinen vielen Aufenthalten in Indien völlig anders erlebt. Auf meinen Einkaufstouren in Poona habe ich ein Vielfaches mehr an Aktivitäten auf der Straße erlebt. Dort gibt es keine verkehrsberuhigten Straßen. Alles findet auf der Straße statt: Rikschas fahren halsbrecherisch durch die Menschenmassen und hupen mit unvergesslichem Sound. Taxis beanspruchen behäbig einen breiten Raum. Auch sie müssen langsam fahren. Fußgänger gehen zwischen Autos, Rikschas und den vielen Menschen zielstrebig ihren Weg und schlängeln sich überall durch. Lastenträger befördern auf kunstvolle Weise die Ware und beliefern an jeder Ecke Geschäfte, Straßenstände und Straßenhändler. Baustellen sind überraschend quirlig, wirken mit Bambusstangen nur dürftig abgestützt und kaum abgesichert und lassen doch große Bauwerke entstehen. Zwischendrin werden Kühe umfahren und umgangen. Bettler zeigen ihre unglaublichen Behinderungen und sind trotzdem freundlich und unterhaltsam oder tätigen sich als kleine Händler mit Gummibändern oder Haarspangen. Und trotzdem kommt es nicht zu diesen menschlichen ‚Raum‘ Zusammenstößen wie auf der Zeil. Alles schwingt und bewegt sich weich miteinander, weicht aus, nutzt entstandene Zwischenräume, lässt Vortritt. Es scheint, als wären sich alle der anderen bewusst und beziehen sie in die eigenen Aktivitäten mit ein. Durch die gewohnte Enge des Zusammenspiels vieler Elemente des Alltags bewahren die Menschen ihren eigenen Lebensraum und auch den der anderen. Besser miteinander als Gegeneinander.

Wie anders bewegt sich der Verkehr auf unseren Straßen. Mir scheint es meist, als wären sich die Autofahrer nicht bewusst, dass sie Auto fahren. Sie tun so Vieles andere während des Fahrens: telefonieren, essen, rauchen, mit Beifahrern reden, manchmal sogar Zeitung lesen... Einmal habe ich sogar erlebt, wie ein Fahrer sich umdrehte und seine Kinder auf der Rückbank verprügelte. Wohlgemerkt: während des Fahrens. Überhaupt gibt es den ganz normalen Wahnsinn im Straßenverkehr. Die meisten Autos scheinen defekt. Bei manchen funktionieren die Blinklichter nicht mehr oder der Fahrer hat vergessen wie man den Blinker bedient. Bei manchen sind die Bremsen defekt oder der Fahrer erschrickt überraschend vor einer roten Ampel und vergisst vor Schreck zu bremsen und tritt kämpferisch auf das Gaspedal.
Manche reagieren äußerst unwillig und kämpferisch, wenn ein Auto auf die eigene Fahrspur wechseln möchte. Andere können nicht begreifen, dass andere laut hupen, weil man selbst von der äußeren linken Fahrspur spontan rechts abbiegen will. Manche bekommen die Aufregung und den Verkehrsstau gar nicht mit, die entstanden sind, weil man auf der rechten Fahrspur gehalten hat, um in einem Geschäft etwas Wichtiges zu erledigen. Schließlich gab es ja keinen Parkplatz vor dem Geschäft. Die anderen werden gar nicht wahrgenommen. Alle sind mit so vielem anderen beschäftigt, nur nicht mit dem was sie gerade tun, nämlich Auto fahren. Manche nennen das Multitasking, ich nenne das Unfähigkeit.
Überhaupt sind alle mit sich selbst beschäftigt. Die eigenen Bedürfnisse, d.h. die eigenen Mängel stehen oft im Vordergrund. Da werden die Ellenbogen rausgefahren, um sich den eigenen Weg zu erkämpfen bzw. den eigenen Lebensraum zu verteidigen. Das geschieht überall. Im Kampf um den Erhalt des eigenen Raumes entstehen viele Beulen, die den eigenen Raum einschränken. Das führt zu unterschiedlichen Reaktionen. So wird z.B. der Anspruch an eigenem Wohnraum immer größer, doch die Anzahl der Menschen, die darin wohnen, wird immer weniger. Das ist halt der ganz normale Alltagswahnsinn, der Alltagswitz.

Lachen ist die einzige Lösung.

Betrachten wir unsere Alltagsbewegungen als Spiel auf der Lebenskirmes, als eine Auto-Skooter-Fahrt. Dann gewinnen wir vielleicht die Freude am Spiel zurück. Dann lachen wir über die aberwitzigen Reaktionen mancher Menschen, anstatt uns zu ärgern. Dann lachen wir über uns selbst über die eigenen Gedanken und Gefühle, die uns immer wieder einen Streich spielen. Humor ist die Kraft in allen Situationen zu gewinnen. Lachen macht nicht nur den Herzensraum weit, sondern schafft auch einen weiten Raum um sich herum.

Das Leben ist ein Spiel, dass sich zu lernen lohnt.
Hari AUM

Sonntag, 16. Mai 2010

Das Leben in vollen Zügen genießen.

Das Leben wird mit den Sinnesorganen und der Sinneswahrnehmung aktiv erfasst.
Die differenzierte Wahrnehmung der Augen lässt die Welt bunt bis farblos erscheinen. Die sensible Wahrnehmung der Ohren lässt die Welt laut bis leise erklingen. Die feine Wahrnehmung der Nase lässt die Welt wohlduftend bis abwehrend anmuten. Die geschmackvolle Wahrnehmung der Zunge lässt die Welt als nährend bis ablehnend erkennen. Die wohlige Wahrnehmung der Haut lässt die Welt weich bis hart erleben.

Das bewusste Erleben von Sinneswahrnehmung geht einher mit der Fähigkeit genießen zu können. Genießen ist ein aktives Erleben und grundsätzliches Bejahen von allem in diesem erlebten Moment. Genießen geschieht nur mit allen Sinnen gleichzeitig im Erleben des ‚Einverstanden-seins‘ mit sich selbst und der Welt. Es ist nicht möglich nur einen Duft zu genießen und gleichzeitig einen Klang oder Geschmack abzulehnen. Im Erleben des Genießens werden keine Sinneseindrücke bewertet. Wenn man jetzt genießt, dann erlebt man alles intensiv.

Der Begriff in ‚vollen Zügen genießen‘ symbolisiert diese Vielfalt der Sinneswahrnehmung. Wie ein voller Zug bunt, laut, dicht gedrängt, lebendig, vielfältig, abwechslungsreich und schnell ist, so strömen die Sinneseindrücke in uns hinein. Wenn wir gleichzeitig, bewusst und wertfrei wahrnehmen können, dann kann der Reichtum der Sinneseindrücke genossen werden.

Genießen kann man nicht auf morgen verschieben. Entweder man genießt jetzt oder nicht. Genießen kann man lernen, indem man übt die Sinneseindrücke ohne Wertung wahrzunehmen. Man muss sich dafür nur Zeit nehmen.

Das Leben ist wunderschön.
Hari AUM

Sonntag, 9. Mai 2010

Alles hat seinen Preis.

Achtung! An alle ‚Schnäppchenjäger‘: Nur selten ist etwas wirklich billig. Wenn man billig einkauft, bekommt man meist etwas billiges. Nur selten gibt es etwas qualitativ Hochwertiges für einen günstigen Preis, wenn z.B. falsch kalkuliert wurde und dieser Artikel nicht verkauft wurde. Aber hat dieser Artikel dann noch den Wert, wenn ihn niemand anderer wollte? Nur selten sind Rabatte wirkliche Rabatte. Meist werden spezielle billige Artikel für Sonderangebotsaktionen eingekauft. Fast alle herstellenden Firmen haben sich mittlerweile darauf eingestellt und produzieren beides: Hochwertiges mit hohem Preis und Billiges mit günstigem Preis. So ist der Markt vielfältig geworden und jeder bekommt das, was für ihn möglich ist bzw. für ihn nötig ist. Alles hat seinen Preis. Es stellt sich nur die Frage: welchen Preis?

Wer den ausgewiesenen Preis nicht in Euro bezahlen möchte, der bezahlt auf andere Weise, z.B. mit Zeit. Für die Suche nach Schnäppchen braucht man viel Zeit. Zeit braucht man nicht nur für das Studieren der vielen Handzettel mit sog. Sonderangeboten, sondern auch für das Herumfahren von einem Supermarkt zum anderen. Wer nicht bereit ist ein teures Hotelzimmer zu buchen, wird Zeit im Internet oder Reisebüro verbringen, um ein günstiges Angebot zu finden.

Es ist unüberschaubar geworden den richtigen Preis zu sehen bzw. zu kennen. Der Preis richtet sich nicht mehr nach dem Wert des Gegenstandes, der sich durch die handwerkliche Herstellung ergibt. Der Preis setzt sich meist zusammen aus geringen Herstellungskosten, hohen Transportkosten, noch höheren Kosten für den Handel und dem Wert, den jemand zu bezahlen bereit ist. Jeder will mitverdienen. Der wirkliche Preis aber ist die Nutzung des Gegenstandes oder der sinnliche Genuss im Gebrauch. Jeder weiß, dass der Preis eines Gegenstandes im Einkauf ein anderer ist als im späteren Verkauf. Wenn z.B. ein Gegenstand wieder verkauft werden soll, dann zählen nur die Materialkosten und die geringen Herstellungskosten. Alle anderen Kosten zählen nicht mehr. Einzige Ausnahme bilden Gegenstände, die gerade ‚on top‘ sind bzw. gesellschaftlich verabredet einen Wert darstellen. Alle anderen Preise verlieren sofort nach dem Kauf ihren Preis, und ungenutzte Gegenstände verlieren ihren Wert.

Womit wird bezahlt? Mit Geld oder mit Zeit? Wer heraus finden will, welches der richtige Preis ist, braucht Zeit dafür. Wer diese Zeit nicht geben will, braucht Geld für den höheren Preis. Geld wird durch Arbeit erwirtschaftet. Arbeiten ist gesellschaftliche Tätigkeit in einem vertraglich definierten Zeitfenster. Der Verdienst ist Ausgleich für die gegebene Zeit. So bilden Geld und Zeit einen sich bedingenden Wert: Zeit ist Geld und Geld ist Zeit. Jeder gibt das, was er hat. Der eine hat mehr Geld, der andere mehr Zeit. So sind wir alle auf eine eigene Art reich oder arm.

Hari AUM

Sonntag, 25. April 2010

Warten oder Starten?

Entsprechend dem Yin-Yang-Prinzip gibt es unterschiedliche Reaktionen auf Situationen.
Die Menschen, die eher träge sind, älter sind oder genügend Geld haben, die fügen sich leichter in ihr Schicksal und warten. Die Menschen, die selbstständig sind, die genau rechnen müssen, die keine Absicherung haben oder von denen viel abhängt, die werden aktiv und starten. Und keiner weiß, was richtig ist: warten oder starten.
Eigentlich war für mich alles im Fluss. Ich hatte eine wunderschöne, stille Woche in Gran Canaria erlebt und befand mit nun auf dem Rückweg nach Hause. Wie viele andere Menschen auch hat mich das Aussetzen alle Flüge Mitte April 2010 in meinem Lebensrhythmus völlig überraschend ausgebremst. Plötzlich war da die Frage zu beantworten: Muss man diese Situation aussitzen oder sollte man alles selbst in die Hand nehmen? Ich habe beides erlebt.

Als im Flughafen stehend klar wurde, dass der Flieger nach Frankfurt nicht starten würde, auch nicht auf absehbare Zeit starten würde, konnte ich das erst nicht glauben. So etwas passiert einfach nicht in unseren wohlorganisierten Landen. Die zweite Reaktion war die Erwartung, dass die Fluggesellschaft sich ‚darum‘ und um uns kümmern würde. Diese Versorgt-werden-Haltung wurde anfangs erfüllt. Recht schnell und umsichtig sammelte die Fluggesellschaft die stehen gebliebenen Fluggäste ein und lud sie in einem großen Hotel ab. Dort war man dann erst einmal aus der ‚Schusslinie‘ und wurde versorgt. Im Laufe des Tages und in den nächsten Tagen trafen im Hotel immer mehr Leute ein. Es wurde eine bunte Mischung aus Individualreisenden und Pauschalreisenden. Das gemeinsam Erlebte ließ ein solidarisches Gefühl mit anderen entstehen, und sogar die sonst oft ablehnende Haltung gegenüber anderen Gesellschaftsschichten, Alter usw. überwinden. So bildeten sich immer mehr kleine Gemeinschaften bis hin zu Freundschaftsgruppierungen. Für mich war das ein komplettes Gegenprogramm zu meiner Stillewoche zuvor. Die Tage waren jetzt von der Suche nach Informationen und den Gesprächen über die gegenwärtige Situation mit den anderen Reisenden bestimmt. Jede neue Information wurde mehrfach diskutiert, fast schon widergekaut. Das Leben war nun getacktet durch die Abstände der Termine, für die weitere Informationen versprochen waren: „Sie erhalten die nächste Information um 10.00 Uhr“, später 13.00 Uhr, dann 18.00 Uhr, am nächsten Morgen um 8.00 Uhr usw. Dazwischen war ein frei und doch nicht frei. Man konnte nicht wirklich entspannen. Zwar wurde für alles (U/V) gesorgt, und doch fühlte man sich eingesperrt. Das konnte man solange hinnehmen bis sich herausstellte, dass die Fluggesellschaft nun doch nicht für uns zuständig sei. Nun hieß es plötzlich, wir müssen uns um uns selbst kümmern. Wir hatten übers Internet bei TUI Fly gebucht. TUI Fly ist aber eine eigenständige Firma, mit der TUI fliegt. Die Firma TUI sei aber nur für die Pauschaltouristen verantwortlich. Wir waren nun ganz auf uns selbst gestellt. Ein weiteres Mal fielen wir aus dem Versorgt-werden-Himmel. Wir mussten für das Hotel selbst bezahlen und wurden nicht mehr informiert. Wie froh war ich über meine persönliche Informationsquelle, denn ich wurde von meiner Freundin telefonisch auf dem Laufenden gehalten. Ich befürchte eine enorm hohe Telefonrechnung. Tja, aber was nun tun? Waren wir zuvor schon ‚Gestrandete‘, so waren wir jetzt ‚allein-gelassen-Gestrandete‘. In den Telefonaten mit verschiedenen Fluggesellschaften wurde für mich das Ausmaß der Situation immer größer: der erste Flug, den ich bekommen könnte, wäre der 8. Mai, und dass natürlich auch nicht wirklich sicher. Keiner konnte wissen wie sich die Naturereignisse weiterentwickeln würden.

Die tendenziell eher passiven Leute, die meist auch finanziell unabhängig sind, sagten: „Besser abwarten. Das gibt sich bestimmt in den nächsten 2 Wochen.“ Die eher aktiven Leute wollten etwas tun, wollten wenigstens von der Insel runter und rauf auf das europäische Festland, um von dort irgendwie weiter zu kommen.
Was soll ich noch 2 Wochen lang auf dieser Insel machen? Diese ungewollt passive Situation nimmt mir aktivem Menschen die Kraft. Natürlich könnte ich mich beschäftigen, doch ist es nicht das, was ich will. Ich will aktiv werden. Diese ungewollte Zeit ist für mich eine verlorene Zeit. Ich bin innerlich angespannt und bereit sofort auf eine neue Information aktiv zu reagieren. Ich möchte nach Hause, denn dort warten meine Arbeit, meine Schüler, meine Kollegen und die Freunde auf mich. Als ich den ersten Schock überwunden hatte, stand die alles entscheidende Frage an: füge ich mich der Situation und den Bedingungen und warte ich? oder werde ich aktiv und schlage mich selbst nach Hause durch? Also führte der nächste Schritt zum Flughafen, um dort alles zu versuchen. Zum Glück musste ich nicht alleine fahren. Es formierte sich eine neue Gemeinschaft von aktiven und mutigen Menschen. Das Ergebnis war zwar wie befürchtet frustrierend, denn es gab keinen Flug nach Hause und es solle auch auf absehbare Zeit keine geben.
Als sich dann doch eine Möglichkeit bot nach Malaga zu fliegen, griffen wir sofort zu und hofften, dass das Flugzeug morgen nun auch wirklich starten möge. Es drohte noch immer die Gefahr, dass auch der Flughafen in Malaga schließen könnte. Ich habe nachts über die vor uns liegende Reise meditiert und mir freundliche und hilfsbereite Menschen auf dem Weg gewünscht, dass es immer irgendwie weitergehen möge und dass wir unser Ziel erreichen werden.

Der Abschied von den neu gewonnenen Freunden fiel unerwartet schwer. Obwohl wir uns erst seit drei Tage kannten und in Denken und Fühlen sehr verschieden sind, hatten wir uns gutgetan. Für die Zurückbleibenden war es, als würden wir mit diesem Flug und der unbekannte Weiterreise zu einer Expedition in unbekanntes Gebiet aufbrechen: in die Selbst-Aktivität und Selbst-Versorgung ohne wirkliche Erfolgsgarantie.

Eine Abenteuerreise quer durch West Europa.

Der Flug mittags nach Malaga klappte ohne nennenswerte Vorkommnisse. Schon keimte die Hoffnung auf in Malaga einen Anschlussflug zu bekommen. Keine Chance. Alle Schalter in der Abflughalle waren von langen Menschen- und Gepäckwagenschlangen umlagert. Es ist kein Weiterflug möglich. Mit etwas Mühe bewegen wir uns mit all‘ unseren Gepäckstücken zum Bus, der zum Bahnhof von Málaga fährt. Auch dort lange Schlangen vor den Fahrkartenschaltern. Ganz schnell wird klar, dass es auch hier im Grunde kein Angebot gibt. Wir finden heraus, dass es Busverbindungen in andere europäische Städte gibt. Also marschierten wir weiter zum Busbahnhof. Dort fragten wir uns durch und hatten dann Glück. Es gab einen Bus nach Barcelona, der noch am selben Abend um 21.30 Uhr abfuhr. Da war noch etwas Zeit, um eine Kleinigkeit zu essen und Proviant einzukaufen, denn es wird eine lange Reise über ca. 1000 km und fast 15 Stunden. Wir kamen am nächsten Tag mittags in Barcelona an und mussten wieder herausfinden wie es weitergeht. Nach wie vor gab es in absehbarer Zeit keinen freien Platz in einem Zug nach Deutschland. Außerdem wurde die Bahn in Frankreich bestreikt. Das ist in diesen Zeiten ziemlich rücksichtslos von den Franzosen. Es gab auch keine infrage kommende Busverbindung. Frühestens Ende der Woche sollte ein Bus nach Norden fahren. Wir wussten nicht mehr weiter und wollten trotz gegenteiliger Informationen zum Flughafen fahren.

Ein Geschenk des Himmels

Und dann war sie plötzlich da: die aus dem Nichts kommende, unerwartete und doch ersehnte Chance. Ein Mann kam auf uns zu und fragte, ob wir einen Transfer nach Frankreich bräuchten. Er hätte noch sieben Plätze in einem Bus anzubieten. Auf Nachfrage erzählte er seine Geschichte: Er selbst ist Franzose, war mit Freunden in Urlaub und komme derzeit aus Marrakesch. Er war ca. 18 Stunden mit dem Bus unterwegs und ist jetzt hier gestrandet. Auf der Suche nach einer Weiterfahrmöglichkeit wurden sie von vielen anderen Leuten angesprochen, die in der gleichen Situation sind. Dabei wurde die Idee geboren, selbst einen Bus zu chartern. Ein befreundeter Geschäftskollege in Avignon wurde angerufen, der ein Busunternehmen hat. Dieser hatte ganz in der Nähe von Barcelona einen Bus stehen. Innerhalb von zwei Stunden konnte der vor Ort sein. In der Zwischenzeit sammelten sich immer mehr Gestrandete am Busbahnhof von Barcelona. Allen drohte das Schicksal in der Stadt ‚hängen zu bleiben‘ und schlossen sich jetzt diesem privaten Buscharter an. Es war unglaublich, aber wahr: uns wurden die letzten Plätze offeriert. Wir brauchten nicht wirklich zu überlegen und griffen wieder spontan zu. Die fast 50 Leute, mit denen wir fuhren, waren bunt gemischt in Alter, Gesellschaftsschicht, Nationalität und Farbe. Eine leichte und beschwingte Energie verband uns in diesem Moment miteinander. Alle waren froh über die Weitereise. Schnell noch einmal zur Toilette, Verpflegung eingekauft und hinein in den Bus. Die nächste Etappe nach Hause begann. Diese fast 4 Stunden im Bus kamen uns viel leichter vor als noch bei der ersten Bustour. Wahrscheinlich war es die Freude darüber, schon sobald über die Grenze und näher an Deutschland heranzufahren. Diese Etappe war recht angenehm.

In Avignon angekommen, loderten die inneren Stressflammen wieder auf. Wir wollten ursprünglich den Abendzug nach Straßburg vom Bahnhof in der Innenstadt nehmen, aber der Zug fuhr nicht. Er fiel wegen dem Streik der französischen Bahnangestellten aus. Der nächste Zug in diese Richtung würde erst am nächsten Morgen fahren. Das hieße aber, dass wir im Bahnhof warten und übernachten müssten. Das war mir gar nicht recht. Ich hatte den Eindruck, dass wir unbedingt in Bewegung, im Fluss bleiben müssten. Vom entfernten Fernbahnhof ging noch ein TGV Schnellzug nach Paris. Kurz entschlossen erreichten wir mit all‘ unserem Gepäck in letzter Sekunde den Bus zum Fernbahnhof und in letzter Minute den Schnellzug nach Paris. Die Erleichterung war groß. Wir bewegten uns mit einer hohen Geschwindigkeit fort. Vielleicht könnten wir sogar noch in dieser Nacht nach Deutschland weiterreisen?

Paris ist unfreundlich zu seinen unkonventionellen Gästen

Kurz vor Mitternacht kamen wir in Paris am Bahnhof Gare de Lyon an. Von hier fährt kein Zug nach Norden oder Westen, also mussten wir zum Bahnhof Gare de L’Est wechseln. Anfangs rollten wir noch mit unseren Koffer in Richtung Bastille und République, doch die nächtlichen Straßen von Paris erschienen uns irgendwie bedrohlich und wir entschieden uns schnell für eine Taxifahrt. Überrascht mussten wir feststellen, dass der Bahnhof Gare de L’Est verschlossen ist. Der Bahnhof ist eigentlich ein schönes Gebäude, der von einem schön gestalteten Metallzaun im Abstand von ca. 60 m eingerahmt wird. Die Tore im Metallzaun sind allerdings mit Ketten und Schlössern gesichert. Reisende müssen in der Zeit von Mitternacht bis 5.00 Uhr in der Früh vor dem Zaun stehen und völlig ungeschützt warten. Paris zeigt sich uns von einer sehr unfreundlichen und sehr ungastlichen Seite. Wir waren sehr müde und hatten Hunger. Außerdem war es sehr kalt. Wir wussten nicht wohin. Gegenüber versuchten wir in einem Bistro unterzukommen, doch dieses Bistro ist wohl das Schrecklichste, was einem Gast passieren kann. Der Kellner dort ist ein aggressiver, bissiger Rausschmeißer. Kofferreisende Zugreisende sind ihm ein Gräuel. Jeder Gast hatte bei Bestellung eines Getränks nur ca. 30 Minuten Zeit, bevor er entweder neu bestellen musste, oder er wurde von ihm auf bedrohliche Art und Weise rausgeworfen. Die Atmosphäre, der Schmutz und dieser gefährliche Kellner ließen uns die Flucht ergreifen. Da es keine Alternative im Umkreis des Bahnhofs gab, stellten wir uns mit unserem Gepäck vor eines der Tore im Metallzaun des Bahnhofs.

Wir standen dort nicht alleine. Mittlerweile hatten sich ca. 50 bis 70 wartende Reisende eingefunden. Am Gepäck war ersichtlich, dass sie alle von weit her kamen und sich ebenfalls auf einer Abenteuerreise nach Hause befanden. Keiner entfernte sich aus Sicherheitsgründen weit weg von seinem Koffer und dem Handgepäck. Noch sehr lange mussten wir warten, bis der Bahnhof geöffnet wurde. Wir waren sehr müde, und es war eisig kalt. Viele waren ja wie wir aus dem Urlaub im warmen Süden gekommen und deshalb nicht warm genug eingepackt. Außerdem hatten wir nicht erwartet draußen vor dem Bahnhof in der Kälte warten zu müssen. Alle warmen Kleidungsstücke wurden nach und nach aus dem Koffer geholt und angezogen. Da war es egal, ob das modisch schick aussah oder nicht. Die Kälte breitete sich trotzdem im Körper aus, und so bewegten sich alle fast schon gleichmäßig rhythmisch hin und her, um sich ein wenig zu wärmen. Nur langsam verging die Zeit.
Gegen 4.30 Uhr ging das Licht der übergroßen Uhr über den Haupteingang an und weckte unsere gespannte Erwartungshaltung. Dann endlich schritten zwei uniformierte Bahnangestellte würdevoll mit ihren Schlüsseln durch den Haupteingang in Richtung der Tore im Metallzaun. Welches würden sie zuerst öffnen? Die Reisenden schulterten ihre Rucksäcke, griffen ihre Koffer, warteten, drängelten dann durch die geöffneten Tore und strebten zum Haupteingang hin. Das Rollen der Koffer über das unebene Pflaster des Vorfeldes zum Bahnhof klang wie eine von den Reisenden selbstkomponierte Musik. Alle hatten nur noch ein Ziel: rein in das etwas wärmere Gebäude und eine Fahrkarten ergattern. Wir hatten noch Sorgen, dass der Streik des französischen Zugpersonals andauern könnte oder der Zug überbucht sein könnte. Mit Hilfe eines Mitreisenden konnten wir aber an einem Automaten unsere Fahrkarten bekommen. Das war ein Juchzen und einen Freudenstanz wert. Jetzt waren wir unserem Ziel ganz nah gekommen. Nur noch auf die Abfahrt des Zuges warten. Nach dieser Nacht war der erste Automatenkaffee einfach göttlich, und die ersten Croissants waren einfach himmlisch.

Ab nun gibt es nichts ungewöhnliches mehr zu berichten. Der deutsche Zug kam pünktlich und brachte uns nach ein paar Stunden Fahrt sicher nach Hause. Wir genossen es in drei verschiedenen Sprachen begrüßt und informiert zu werden, nicht wie in Frankreich, wo es nur eine Sprache gibt: die eigene. Endlich zurück in Frankfurt. Nach diesen drei erlebnisreichen Tagen on Tour mit Gepäck, dass nicht dafür gemacht ist, fast ohne Schlaf, wenig getrunken, um nicht zu oft zur Toilette gehen zu müssen, reich an wertvollen Begegnungen, hilfsbereiten Menschen und glücklichen Fügungen, bleibt jetzt nur noch der Wunsch nach einer ausdauernden Dusche, frischer Kleidung und ausdauerndem Schlaf. Vorläufig ist der Reisewille ganz still.

Hari AUM